Grundlagenforschung zur Mobilität der Zukunft. In Hambach.

In einigen Jahren werden Elektromobilität und autonomes Fahren alltäglich sein. Mit Hambach-Shuttle leistet Neustadt einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag.

Idee

Warum Hambach-Shuttle?

Hambach soll im Rahmen eines integrierten Dorfentwicklungsplans fit für die Zukunft werden. Das heißt unter anderem, dass bestehende Probleme zielstrebig angegangen und Lösungen entwickelt werden.

Deshalb untersuchen wir im Rahmen des Projekts ganz unterschiedliche Fragestellungen in den Bereichen Verkehr und Stadtplanung. So wollen wir versuchen, tragfähige, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Wir, das sind die MoD Holding GmbH, der Lehrstuhl Stadtplanung und das Institut für Mobilität und Verkehr von der TU Kaiserlautern.

Eine Fragestellung ist zum Beispiel, ob und wie der Einsatz selbstfahrender Elektroshuttles dabei hilft, Verkehrsprobleme in Hambach deutlich zu reduzieren oder sogar ganz zu beseitigen. Oder, wie die neue Technologie „Autonomes Fahren“ eingesetzt werden kann, um die Entwicklung Hambachs zu unterstützen.

Zeitplan

In drei Phasen zum Forschungsergebnis

Das Projekt Hambach-Shuttle hat eine Laufzeit von 27 Monaten und geht bis Ende 2020. Die Konzeptplanung hat 2018 begonnen. 2019 wird die begleitende Grundlagenforschung durchgeführt, 2020 starten der operative Testbetrieb auf ausgewählten Strecken und die wissenschaftlichen Feldstudien der TU Kaiserlautern.

Die Gestaltung des wissenschaftlichen Testbetriebs und insbesondere der Streckenkonzeption wird mit allen Beteiligten eng abgestimmt. Zum Beispiel mit dem Stadtvorstand der Stadt Neustadt an der Weinstraße, dem Ortsbeirat Hambach oder der Stiftung Hambacher Schloss. Und natürlich auch mit den Gastronomen im Schlossumfeld, den Anwohnern und der Stadtverwaltung.

Rückblick

Wie kam es zu Hambach-Shuttle?

Hambach-Shuttle soll einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und Erprobung neuartiger, innovativer Mobilitätslösungen im ländlichen Raum leisten. Durch die besondere Topographie bieten der Schlossberg und der Ort Hambach selbst dabei Möglichkeiten, die nur an wenigen Orten auf der Welt in dieser komprimierten Form anzutreffen sind. Enge, dicht bebaute Gassen, scharfe Kurven, extreme Steigungsprofile und nicht zuletzt die Kombination aus urbanem Raum und bewaldeten Streckenabschnitten bieten hervorragende Voraussetzungen für wegweisende Grundlagenforschung im Bereich der autonomen Mobilität.

Gleichzeitig lässt Hambach mit dem touristisch stark frequentierten Hambacher Schloss und der damit einhergehenden Verkehrsproblematik im Ort eine Vielzahl an wissenschaftlichen Fragestellungen zu den Auswirkungen technologischer Lösungen auf eine nachhaltige Ortsentwicklung zu. Diese einzigartige Kombination macht Hambach zu einem der weltweit attraktivsten Standorte für die wissenschaftliche Grundlagenforschung in den genannten Bereichen.

Idee aus einem Rheinpfalz-Artikel

Die Idee zu Hambach-Shuttle beruht auf einem Rheinpfalz-Artikel aus dem Januar 2017. Dieser befasste sich mit dem Integrierten Standortentwicklungskonzept. Das Land hatte für Projekte aus diesem Umfeld eine 90-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. Im Juni 2017 war es dann soweit. Die MoD Holding GmbH und die TU Kaiserslautern reichten in Abstimmung mit der Stadt Neustadt eine Projektskizze beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein. Das BMVI hat einigen wenigen dieser eingereichten Projekte eine Zuwendung im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ in Aussicht gestellt. Darunter war unser Projekt Hambach-Shuttle.

Förderung vom BMVI

Die Kooperationspartner haben den Förderantrag dann in enger Zusammenarbeit mit Stadtvorstand, Stadtverwaltung und durch Stadtratsbeschlüsse weiter ausgearbeitet. Daraufhin hat sich das BMVI für eine Förderung von Hambach-Shuttle entschieden. Am 30. September 2018 wurde die MoD Holding GmbH schriftlich informiert, dass der Start des Projekts ab dem 1. Oktober 2018 gestattet ist. Der offizielle Zuwendungsbescheid über eine Förderung in Höhe von € 2,07 Mio. wurde uns am 18.10.2018 zugestellt.

Noch Fragen?

Viele häufig gestellte Fragen finden Sie in unseren FAQ. Oder Sie schreiben uns direkt. Unsere Projektleiterin Dr. Kerstin Ullrich antwortet Ihnen dann gerne.